Posts In: Atemtherapie


4. Mai 2019 Uncategorized 0

Atem und Gefühle

Der Atem begleitet uns durch unser ganzes Leben – mit dem ersten Atemzug nach der Geburt kommen wir auf der Welt an, mit dem letzten verlassen wir sie wieder. Mit jedem Atemzug wird uns neue Energie aus unerschöpflicher Quelle geschenkt. Ein sorgsamer Umgang damit setzt Lebensenergie frei. Der Atem spricht Körper, Seele und Geist umfassend an und führt zu Bewusstheit und Veränderung.

Lenken wir die Aufmerksamkeit auf unseren Atem, nehmen wir uns und unseren Körper im Moment wahr und wir sind ganz anwesend. Diese Achtsamkeit beschäftigt unseren Geist. Damit finden unsere Gedanken einen Anker und kommen zur Ruhe. Stille kann entstehen.

Es besteht ein unmittelbares Zusammenspiel zwischen unserem Atem und unseren Gefühlen. Ein emotionales Erlebnis löst zuerst körperliche Reaktionen aus wie Herzklopfen, Schwitzen, Erröten, Zittern… Verschiedene Hirnregionen registrieren diese Reaktionen und leiten sie an das lymbische System weiter, wo sie in bewusste Gefühle übersetzt werden. Alle Gefühle wie zum Beispiel Wut, Trauer, Angst und Freude drücken sich in Bewegung, Gestik, Mimik, Haltung, aber auch in der Herzfrequenz und im Atem aus.

Der Atem ist ein Spiegel unserer körperlichen, seelischen und geistigen Verfassung. Es gibt kein richtig oder falsch, der Atem entspricht immer der Notwendigkeit in diesem Moment.

Wenn wir mit uns und unserer Mitwelt im Einklang leben, finden wir zu unserem eigenen Atemrhythmus, der so einmalig ist wie jeder einzelne Mensch. Je mehr wir das Vertrauen in den Fluss des Lebens und in die Kraft des Atems stärken, umso mehr finden wir zu uns zurück.


4. Mai 2019 Uncategorized 0

Mutig und stark!

Kinder und Jugendliche in der Atemtherapie.

In der heutigen Zeit sind die Erwartungen an Kinder und Jugendliche in Familie, Schule und Freizeit so hoch, dass weder LangeWeile noch hingebungsvolles Spiel genügend Raum finden. Der gesellschaftliche Druck schwächt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zusätzlich.

Da sich zum Beispiel emotionale Defizite, Ängste, fehlendes Durchsetzungsvermögen gegenüber Gleichaltrigen und körperliche Symptome bei jungen Menschen noch nicht über lange Zeit eingeschliffen haben, bewirken gezielte, der Entwicklungsstufe angepasste Interventionen nachhaltige Veränderungen.

Kinder und Jugendliche stehen am Anfang ihres Lebensweges. Im Hinblick auf ihre Zukunft lohnt es sich, sie in ihrem Selbstwert und in ihrem Selbstverständnis zu stärken, damit sie den Herausforderungen im Alltag gewachsen sind und ihr Potential frei entfalten können.


4. Mai 2019 Uncategorized 0

Wie geht «richtig atmen»?

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass Sie in Stresssituationen je länger je schneller und oberflächlicher atmen? Das hängt damit zusammen, dass der Körper in ständiger Reaktionsbereitschaft und damit in Anspannung ist. Die erhöhte Muskelspannung verhindert ein tiefes und freies Atmen. Das beengende Gefühl, das dabei unter dem Brustbein und im Hals entsteht, ist äusserst unangenehm, verstärkt die Anspannung noch zusätzlich und kann Unsicherheit und tiefe Ängste auslösen.

Die Konzentration auf die Bauchatmung ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, sich Linderung und Beruhigung zu verschaffen – aber leider nur kurzzeitig. Sobald Sie sich wieder den stressigen Aufgaben zuwenden, vergisst der Kopf, an die Bauchatmung zu denken und der Kreislauf mit schnellem und oberflächlichem Atmen und dem damit verbundenen Unwohlsein beginnt erneut.

Eine nachhaltige Vertiefung des Atems gelingt nur über die Körperwahrnehmung. Die Atembehandlung auf der Liege und gezielte Atemübungen verändern den Muskeltonus, regen den Energiefluss an und verfeinern die Körperwahrnehmung. Diese Veränderungen sind notwendig, damit Sie in künftigen Stresssituationen auf mühelose Weise besser mit sich in Kontakt bleiben und einen entspannten Atemrhythmus beibehalten können.