4. Mai 2019 Uncategorized 0

Achtsamkeit

Unser Denken beschäftigt sich gewöhnlich den grössten Teil des Tages mit der Zukunft oder der Vergangenheit. Die Körperwahrnehmung als Grundlage unseres Wohlbefindens gerät dabei in Vergessenheit.

Achtsamkeit oder auch Sensory Awareness (Erleben durch die Sinne) ist eine Möglichkeit, die Selbstwahrnehmung zu fördern und dadurch ganz im Hier und Jetzt anwesend zu sein. Die Sammlung auf den Moment bremst kreisende Gedanken, Anspannung und Angst. Die Folge davon ist ein achtsamer und wacher Umgang mit sich selber. Die damit verbundene innere Gelassenheit ermöglicht mir, mich den vielseitigen Anforderungen des Alltags gewachsen zu fühlen.

Einfache und unspektakuläre Übungen führen aus den automatisierten Bewegungen und Reaktionen in eine authentischen Haltung und Präsenz bei jedem Tun. Auf diese Weise ist es mir möglich, meine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, sie bei meinen Entscheidungen zu berücksichtigen und im Kontakt mit den Mitmenschen angemessen zu reagieren.

Der Einbezug von Achtsamkeit in die Körpertherapie unterstützt wirkungsvoll das prozessorientierte Arbeiten. Im oft turbulenten Alltag stellt sie ein Anker für innere Ruhe, Selbstsicherheit und Gelassenheit dar.


4. Mai 2019 Uncategorized 0

Atem und Gefühle

Der Atem begleitet uns durch unser ganzes Leben – mit dem ersten Atemzug nach der Geburt kommen wir auf der Welt an, mit dem letzten verlassen wir sie wieder. Mit jedem Atemzug wird uns neue Energie aus unerschöpflicher Quelle geschenkt. Ein sorgsamer Umgang damit setzt Lebensenergie frei. Der Atem spricht Körper, Seele und Geist umfassend an und führt zu Bewusstheit und Veränderung.

Lenken wir die Aufmerksamkeit auf unseren Atem, nehmen wir uns und unseren Körper im Moment wahr und wir sind ganz anwesend. Diese Achtsamkeit beschäftigt unseren Geist. Damit finden unsere Gedanken einen Anker und kommen zur Ruhe. Stille kann entstehen.

Es besteht ein unmittelbares Zusammenspiel zwischen unserem Atem und unseren Gefühlen. Ein emotionales Erlebnis löst zuerst körperliche Reaktionen aus wie Herzklopfen, Schwitzen, Erröten, Zittern… Verschiedene Hirnregionen registrieren diese Reaktionen und leiten sie an das lymbische System weiter, wo sie in bewusste Gefühle übersetzt werden. Alle Gefühle wie zum Beispiel Wut, Trauer, Angst und Freude drücken sich in Bewegung, Gestik, Mimik, Haltung, aber auch in der Herzfrequenz und im Atem aus.

Der Atem ist ein Spiegel unserer körperlichen, seelischen und geistigen Verfassung. Es gibt kein richtig oder falsch, der Atem entspricht immer der Notwendigkeit in diesem Moment.

Wenn wir mit uns und unserer Mitwelt im Einklang leben, finden wir zu unserem eigenen Atemrhythmus, der so einmalig ist wie jeder einzelne Mensch. Je mehr wir das Vertrauen in den Fluss des Lebens und in die Kraft des Atems stärken, umso mehr finden wir zu uns zurück.


4. Mai 2019 Uncategorized 0

Erschöpfung und Burnout

Immer mehr Menschen fühlen sich im hektischen Alltag durch die vielschichtigen Anforderungen und die ständige Überreizung unserer Sinne überfordert und erschöpft. Vielen macht die die Doppelbelastung von Beruf und Familie zu schaffen oder sie geben sich wegen Erfolgsdruck und Ehrgeiz während der Arbeit zu sehr aus.

Ist das Gleichgewicht zwischen Aktivität und Erholung nicht mehr gewährleistet, greift der Körper zuerst auf seine Reserven zurück. Sind diese aufgebraucht, kommt es zu einem Ungleichgewicht im vegetativen Nervensystem, das sich auf verschiedene Arten zeigen kann:

  • Spannungskopfschmerzen, Migräne, Muskelverspannungen
  • Magen- und Rückenschmerzen, Verdauungsschwierigkeiten
  • Gedankenkreisen, Schlafschwierigkeiten, andauernde Müdigkeit
  • Herzklopfen, Schwindel, Bluthochdruck
  • Resignation, Angst
  • Intoleranz, Kontaktverlust, Isolation
  • Diese Symptome sind Reaktionen auf länger dauernde Reizüberflutung und somit Warnzeichen. Gelingt es nicht, innert nützlicher Frist für Entlastung zu sorgen, können sie in eine Erschöpfungsdepression, heute auch Burnout genannt, führen.

Ressourcen wie körperliche und geistige Fitness, bewusste Freizeitgestaltung und sozialer Rückhalt helfen, mit Belastungen leichter umzugehen. Ebenso bietet die Atembehandlung mit ihrer Anleitung zu verbesserter Körperwahrnehmung eine wirkungsvolle Möglichkeit, den gesamten Organismus in ein energetisches Gleichgewicht zu führen und aufzutanken.


4. Mai 2019 Uncategorized 0

Angst und Panik

Wenn Angst ohne Bedrohung auftritt, also der Situation nicht angepasst ist, lähmt sie uns, behindert uns im Alltag und führt zu einem Vermeidungsverhalten. Verschiedene Formen von Angst:

  • Angst vor Orten, von denen man nur schwer fliehen kann (Tunnel, Eisenbahn, Konzertsaal…)
  • Angst vor bestimmten Tieren oder Dingen (Spinnen, Hunde, Blut…)
  • Angst vor bestimmten Situationen (Fliegen, Höhe, geschlossene Räume…)
  • Angst, im Mittelpunkt zu stehen (Präsentationen, Einladungen…)

Begleitet werden Angstzustände von belastenden körperlichen und psychischen Symptomen wie zum Beispiel Schwindel, Kopfschmerzen, Atemnot, Kribbeln in Armen und Beinen, Schwitzen, Übelkeit, Ohnmachtsgefühl, Fluchtimpuls, Schlafstörungen, Angst verrückt zu werden…

Angststörungen sind häufig, fasst jeder Zehnte leidet gemäss wissenschaftlichen Daten daran. Je früher eine Angststörung behandelt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Ängste führen mit der Zeit in die soziale Isolation. Durch das Vermeiden von angstauslösenden Situationen aus Angst vor der Angst wird sie verfestigt und schränkt das Handeln immer mehr ein.

Atemtherapie kombiniert mit Elementen aus der Psychotherapie sind wirkungsvolle Möglichkeiten, einen besseren Umgang mit der Angst zu lernen.

Mit einfachen Übungen aus der Atemtherapie ist es möglich, während einer Angstattacke direkt auf die Symptome einzuwirken und dadurch aktiv eine Beruhigung zu erzielen. Gleichzeitig führen diese Übungen zu einer allgemeinen Entspannung und Erdung des Körpers, was sich stabilisierend auf das innere Gleichgewicht auswirkt. So wird die Angst vor der Angst reduziert und belastende Gefühle wie Ohnmacht und Ausgeliefertsein werden weniger.


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Sensory Awareness

Unser Denken beschäftigt sich gewöhnlich den grössten Teil des Tages mit der Zukunft oder der Vergangenheit. Die Körperwahrnehmung als Grundlage unseres Wohlbefindens gerät dabei in Vergessenheit.

Sensory Awareness (Erleben durch die Sinne) ist eine Möglichkeit, die Selbstwahrnehmung zu fördern und dadurch ganz im Hier und Jetzt anwesend zu sein. Die Sammlung auf den Moment bremst kreisende Gedanken, Anspannung und Angst. Die Folge davon ist ein achtsamer und wacher Umgang mit sich selber. Die damit verbundene innere Gelassenheit ermöglicht mir, mich den vielseitigen Anforderungen des Alltags gewachsen zu fühlen.

Einfache und unspektakuläre Übungen führen aus den automatisierten Bewegungen und Reaktionen in eine authentischen Haltung und Präsenz bei jedem Tun. Auf diese Weise ist es mir möglich, meine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, sie bei meinen Entscheidungen zu berücksichtigen und im Kontakt mit den Mitmenschen angemessen zu reagieren.

Der Einbezug von Sensory Awareness in die Körpertherapie unterstützt wirkungsvoll das prozessorientierte Arbeiten. Im oft turbulenten Alltag stellt sie ein Anker für innere Ruhe, Selbstsicherheit und Gelassenheit dar.


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Mutig und stark!

Kinder und Jugendliche in der Atemtherapie.

In der heutigen Zeit sind die Erwartungen an Kinder und Jugendliche in Familie, Schule und Freizeit so hoch, dass weder LangeWeile noch hingebungsvolles Spiel genügend Raum finden. Der gesellschaftliche Druck schwächt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zusätzlich.

Da sich zum Beispiel emotionale Defizite, Ängste, fehlendes Durchsetzungsvermögen gegenüber Gleichaltrigen und körperliche Symptome bei jungen Menschen noch nicht über lange Zeit eingeschliffen haben, bewirken gezielte, der Entwicklungsstufe angepasste Interventionen nachhaltige Veränderungen.

Kinder und Jugendliche stehen am Anfang ihres Lebensweges. Im Hinblick auf ihre Zukunft lohnt es sich, sie in ihrem Selbstwert und in ihrem Selbstverständnis zu stärken, damit sie den Herausforderungen im Alltag gewachsen sind und ihr Potential frei entfalten können.


4. Mai 2019 Uncategorized 0

Wie geht «richtig atmen»?

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass Sie in Stresssituationen je länger je schneller und oberflächlicher atmen? Das hängt damit zusammen, dass der Körper in ständiger Reaktionsbereitschaft und damit in Anspannung ist. Die erhöhte Muskelspannung verhindert ein tiefes und freies Atmen. Das beengende Gefühl, das dabei unter dem Brustbein und im Hals entsteht, ist äusserst unangenehm, verstärkt die Anspannung noch zusätzlich und kann Unsicherheit und tiefe Ängste auslösen.

Die Konzentration auf die Bauchatmung ist eine wirkungsvolle Möglichkeit, sich Linderung und Beruhigung zu verschaffen – aber leider nur kurzzeitig. Sobald Sie sich wieder den stressigen Aufgaben zuwenden, vergisst der Kopf, an die Bauchatmung zu denken und der Kreislauf mit schnellem und oberflächlichem Atmen und dem damit verbundenen Unwohlsein beginnt erneut.

Eine nachhaltige Vertiefung des Atems gelingt nur über die Körperwahrnehmung. Die Atembehandlung auf der Liege und gezielte Atemübungen verändern den Muskeltonus, regen den Energiefluss an und verfeinern die Körperwahrnehmung. Diese Veränderungen sind notwendig, damit Sie in künftigen Stresssituationen auf mühelose Weise besser mit sich in Kontakt bleiben und einen entspannten Atemrhythmus beibehalten können.


4. Mai 2019 Uncategorized 0

Wie wirkt Atemtherapie?

Alle inneren Organe sind über Nervenbahnen mit den dazugehörenden Hautregionen verbunden. Jede Berührung während der Atembehandlung wird in die Tiefe weitergeleitet und wirkt deshalb anregend und heilend auf die inneren Organe.

Die verschiedenen Muskelzonen sind über Nervenverbindungen ebenfalls nicht nur mit der Haut, sondern mit den entsprechenden Organen verbunden. So beeinflusst eine Regulation der hypertonen Muskelspannung immer auch innere Beschwerden positiv.

Das vegetative Nervensystem, das die Funktion von Haut, Muskeln, Blutgefässen, Drüsen, Atmung und Verdauung steuert, spielt bei der ausgewogenen Funktion des gesamten Organismus eine zentrale Rolle. Eine Anregung über die Haut durch Streichungen, leichten Druck, Dehnung, Vibration und angenehm empfundene Wärme, wie dies bei der Atembehandlung geschieht, reguliert das vegetative Nervensystem und regt die Funktion aller Organe an.

Der vertiefte Atemrhythmus, der sich während einer Behandlung automatisch einstellt, sobald sich die Muskeln rund um den Brustkorb entspannen und damit elastischer werden und mehr Raum für die Atembewegung zulassen, verbessert die Blutzirkulation und den Lymphfluss und damit die Abwehrkräfte.